Algen natürlich bekämpfen

Fadenalgen gibt es nicht weil irgendwo ein Hinweisschild Gartenteich steht. Fadenalgen wachsen natürlich und unter bestimmten Voraussetzungen, sie haben wie alle anderen Wesen ein Milieu in dem sie gut gedeihen. Doch dieses Milieu nutzen auch andere und so sieht sich die Alge Konkurrenten gegenüber.

• Wasserpflanzen

Wasserpflanzen
Wasserpflanzen

Wasserpflanzen➚ werden in Unterwasserpflanzen, Freiwasserpflanzen, Schwimmblattpflanzen, Schwimmpflanzen und Wasserpflanzen der Flachwasser- und Sumpfzone aufgeteilt.

Am effektivsten zur Vorbeugung gegen Algen haben sich Unterwasserpflanzen wie Tausendblatt, Hornkraut oder die Kanadische Wasserpest bewährt. Sie saugen förmlich die Nährstoffe aus dem Wasser. Allerdings sind Unterwasserpflanzen auch am schwierigsten zu pflegen. Hier müssen, wie auch bei oberirdischen Wasserpflanzen, abgestorbene Pflanzen und Pflanzenreste entfernt werden. Ab und zu braucht es einen pflegenden Schnitt. Am besten nimmt man dazu Teichscheren und Teichgreifer mit Teleskopstiel.

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Schwimmblatt- und Schwimmpflanzen sind ebenfalls hervorragende Nährstoffkiller. Zudem beschatten sie das darunter liegende Wasser und entziehen den Algen das nötige Sonnenlicht.

Schwimmpflanzen wie die Wasserhyazinthe werden gerne zur Wasserreinigung eingesetzt, nicht nur im Gartenteich sondern auch im gewerblichen und kommunalen Bereich. Weitere bekannte Vertreter der Schwimmpflanzen sind Krebsschere und Wasserlinsen. Keine Angst vor der Wasserlinse, sie kann leicht abgekeschert werden. Wasserlinsen breiten sich nur in dem Maße aus wie es Nährstoffe gibt.

• Fische

Die Fische werden hier aufgelistet um zu zeigen dass wir sie nicht vergessen haben. Fische sind denkbar schlecht für die Algenbeseitigung im naturnahen Teich geeignet. Meist machen sie sich zuerst über die Blattpflanzen her bevor die Algen auf den Speiseplan stehen.

Erfahrene Teichbauer raten von Fischen als Algenfresser ab.

• Wasserschnecken

Posthornschnecke
Posthornschnecke

Wasserschnecken tragen zur Reduzierung der Algenbildung bei. Sie fressen Algen und Pflanzenreste. Die Sumpfdeckelschnecke filtert sogar das Wasser.

Doch nicht jedes Wasser ist für Schnecken geeignet. Ist das Wasser zu weich fehlt ihnen der Kalk zum Erhalt und Ausbau des Schneckenhauses.

Doch Achtung, Schnecken gehen auch an gesunde Wasserpflanzen, vor allem wenn ihre bevorzugte Nahrung zu Ende geht.

Die bekanntesten heimischen Schneckenarten sind

  • Sumpfdeckelschnecke
  • Posthornschnecke
  • Spitzschlammschnecke
  • Blasenschnecken

Mehr zu Wasserschnecken, wie sie sich vermehren und was man tun kann wenn sie zur Plage werden im Artikel über Wasserschnecken➚ auf Miniteich-Ratgeber.de.

• Teichmuscheln

Teichmuschel
Teichmuschel

Teichmuscheln filtern Wasser, hauptsächlich von Schwebealgen. Allerdings sind Teichmuscheln nicht ganz einfach zu halten. Ist das Wasser klar und es gibt keine Algen mehr dann verhungern die Muscheln. Wer also Filter in seinem Teich hat, der entzieht den Muscheln die Nahrung.

Zum Leben brauchen die Muscheln eine Sandschicht. 10cm sind ausreichend, 3cm ist das Minimum. Beim Muschelbesatz sollte man darauf achten nicht zuviel einzusetzen. Eine Grundregel sagt 1 Teichmuschel auf ein Kubikmeter Wasser. Besser ist es mit weniger anzufangen.

Hinweis: Teichmuscheln unterliegen dem Naturschutz. Das entnehmen aus der Natur für den eigenen Teich ist gesetzlich verboten und mit hohen Strafen belegt.

• Mikroorganismen, Bakterien

Mikroorganismen und Teichbakterien sind die heimlichen Helfer.

Sie binden Nährstoffe, lösen Teichschlamm auf und sorgen für Sauerstoff. Es gibt eine Vielzahl an derlei natürlichen Produkten die dem Teich zugesetzt werden können.

Mikroorganismen sind natürlich vorhanden, können aber zum Beispiel durch unsachgemäßen Einsatz von Filtertechnik, vor allem von UV-C Lampen wieder zerstört werden.

• Frühjahrsputz im Herbst

Es gibt die sogenannte Lücke im Frühjahr. Bis Mikroorganismen, Teichbakterien und Wasserpflanzen aktiv sind ist die Alge schon fleißig unterwegs. Sie stürzt sich auf die vorhandenen Nährstoffe die aus Verfallsprozessen im Teichschlamm zur Verfügung stehen. Durch Sonneneinstrahlung und Erwärmung des Wassers wird dieses umgewälzt und Nährstoffe überschwemmen den Teich.

Diesen Teichschlamm kann man im Herbst entfernen oder reduzieren. In Kombination mit einer Gabe von Phosphatbindern stehen den Algen in der Frühjahrslücke wenig Nährstoffe zur Verfügung und man kann eine Algenblüte verhindern.

Tipp: Niemals den Teichschlamm gänzlich entfernen. Damit entfernt man auch Kleinlebewesen und Mikroorganismen. Wie immer der Rat, Teichschlamm in der Nähe des Teiches für mehrere Tage lagern so dass Kleinlebewesen den Weg in den Teich zurück finden.

Letzte Aktualisierung am 21.04.2019 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API